Andreas Martin Eisen [Personal Life Coach] Soforthilfe: 01 77 - 33 11 88 6 Allgemeine Lebensberatung; “Burn Out”-Vorsorge, eigenes Auszeithaus

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Ehe-Beratung (Ehevorbereitung)

Unter Ehevorbereitung versteht man einen ressourcenorientierten psychoedukativen Beratungsprozess, der Paare auf die Herausforderungen einer Ehe vorbereiten soll. Dabei werden zumeist Fertigkeiten (”Skills”) vermittelt (z.B. im Bereich Kommunikation, Konfliktlösung, Finanzen), die eigene Herkunftsfamilie reflektiert und - gegebenenfalls - die Modalitäten der Trauung und das theologische Verständnis der Ehe besprochen.Die römisch-katholische Kirche hat Ehevorbereitung in Gestalt von sogenannten Brautseminaren als lange Tradition gepflegt und als Voraussetzung zur kirchlichen Trauung vorgesehen. Hier stand die kirchliche Ehelehre lange Zeit im Vordergrund. Neuere Entwürfe der Ehevorbereitung in der katholischen Kirche entsprechen deutlicher der obigen Beschreibung.

Für die evangelische Kirche sind Traugespräche zwar die Regel, konzentrieren sich aber häufig nur auf die Vorbereitung des Traugottesdienstes und nicht auf die Ehe insgesamt. Hier wird zunehmend von einigen Theologen mehr Initiative von der Kirche gefordert.

Bei Freikirchen gibt es häufig ein ausgeprägteres, aber eher uneinheitlich gestaltetes Engagement für Ehevorbereitung. Hier ist Ehevorbereitung zumeist von einer eher konservativen Haltung gegenüber Ehe und Familie geprägt.

Im säkularen Bereich ist der Begriff Ehevorbereitung in Deutschland kaum zu finden. Während z.B. im angelsächsischen Raum “premarital counseling” ein fest etablierter Begriff ist und in manchen Ländern sogar als Ehevoraussetzung staatlich gefordert oder gefördert wird, mag es für diese Zurückhaltung im deutschsprachigen Raum mehrere Gründe geben. Zum einen wird die Ehe gesellschaftlich als eine partnerschaftliche Lebensform neben zahlreichen gleichberechtigten Alternativen gesehen. Obwohl das Grundgesetz die Ehe in besonderer Weise schützt, erscheint manchen der Begriff deshalb eher anachronistisch. Zum anderen entwickelt sich die ressourcenorientierte Orientierung im Beratungssektor erst allmählich. Noch ist ein konflikt- oder problemorientiertes Modell der Ehe- oder Paarberatung vorherrschend.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Ehevorbereitung einen Beitrag zur Ehestabilität und zur ehelichen Zufriedenheit leisten kann. Angesichts der hohen Scheidungsrate und den damit verbundenen Folgeschäden ist hier zu fragen, ob der Ehevorbereitung nicht eine höhere gesellschaftliche Aufmerksamkeit gebührt.