Andreas Martin Eisen [Personal Life Coach] Soforthilfe: 01 77 - 33 11 88 6 Allgemeine Lebensberatung; “Burn Out”-Vorsorge, eigenes Auszeithaus

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Sexualberatung

Auch wenn Sexualität heute weit weniger ein Tabu ist, als früher, bleibt es ein Mysterium. Die Werbung benutzt gewisse Erotik um Ihre Produkte anzupreisen. Menschen gestalten ihr Äusseres erotischer, wenn sie ein sexuelles Bedürfnis haben. Ohne Sexualität gäbe es keine Evolution, keine Fortpflanzung. Sexualität kann sowohl als eine rein körperliche Triebbefriedigung sich zeigen, als auch ein sich in absoluter Nähe und Offenheit gegenseitiges berühren und bewegen lassen um - mit oder ohne orgastischem Abschluss - in liebevoller Zweisamkeit etwas von einem Einssein zu erfahren. Männliche und weibliche Sexualität sind die unterschiedlichen, geschlechtsspezifischen Erfahrungs- und Bedürfnisaspekte.

Wie Sport kann auch die sexuelle Triebbefriedigung als Spannungsabbau gesucht und benutzt werden. Durch mentale Vorstellungen, erotische Bilder oder Liebesgeschichten kann dies bewusst verstärkt werden. Die Sehnsucht darin kann sich zu einer Sucht steigern, die uns Menschen als das Opfer der Begierde darstellt. Doch der Mensch ist vielleicht willensschwach, aber grundsätzlich entscheidungsfähig. Ein gesunder, ausgeglichener und verantwortungsbewusster Umgang mit Lust, und Begierde ist dagegen auch ein Ausdruck von lebendig sein.

Die körperliche Vereinigung kann auch ein Symbol für einen inneren Prozess sein. In der Innenwelt kann eine - auch unbewussten - Sehnsucht zu einer mystischen Vereinigung und zur “Vollkommenheit” die sexuelle Dynamik antreiben. Im Tantra wird dies durch die rituelle Darstellung der Vereinigung von Shiva und Shakti beispielhaft dargestellt. Ebenso in dem Liebesgedicht von Shiva an Shakti. Es ist die “heilige Hochzeit”, die Vereinigung der Dualität von Yin und Yang - weiblichen und männlichen Prinzipien. Es ist die gleichzeitige Einheit und Gegensätzlichkeit des Absoluten, dargestellt in der mystisch-sexuellen Vereinigung von “Samantabhadra” und seiner Dikini “Samantabhadri”.

Andererseits kann auch der psychische Prozess des Regredierens sexuelle Aspekte haben, wenn es die Dimension der symbiotischen Verschmelzung beinhaltet. Dort wird im Regredieren Schutz gesucht im ‘Schoss der Mutter’, der im allgemeinen in jedem von uns eine absolute Geborgenheit darstellt.

Zwischenmenschliche Liebe, die sich in Zuneigung und Zärtlichkeit zwischen zwei Menschen zeigt, kann auch durch tiefe gegenseitige Vertrautheit zu einer intimen Begegnung und Nähe entwickeln, die sich in der sexuellen Vereinigung ekstatisch feiern lässt. Durch diesen Liebesakt kann eine neue Körperlichkeit erschaffen werden um einer Seele die Inkarnation zu ermöglichen: die Zeugung eines Menschen aus Liebe.

Sexualität als wahre Liebe zeigt sich auch in dem sich dem Partner hingebenden Prozess des echten bedingungslosen Vertrauens. Berühren und sich berühren lassen, in intimster Nähe sich körperlich, seelisch und geistig zu begegnen, sich auszutauschen, und sich den Empfindungen und Gefühlen hinzugeben kann für einen Moment als ein Zustand höchster Erfüllung und Beglückung erfahrbar machen. Dies erotische Sinnlichkeit kann man nicht willentlich herbeiführen, sondern nur geschehen lassen. Liebe zu empfangen und Liebe zu geben ist ein Produkt von Demut, Hingabe und Urvertrauen. Dies kann auch in der erotischen Zweisamkeit und in der Sexualität empfunden werden.