Andreas Martin Eisen [Personal Life Coach] Soforthilfe: 01 77 - 33 11 88 6 Allgemeine Lebensberatung; “Burn Out”-Vorsorge, eigenes Auszeithaus

Achtsamkeitstraining, Auszeitbegleitung, Burnout-Therapien, Chancen-Management, Counseling, Einzelcoaching, Mediation & Meditation, Mentoring, Motivationstraining, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstbewusstseintraining, Selbstfindungskurse, Super- vision, Vision Quest, Work/Life-Balance, Trainerausbildung + Hintergrundinformation

Initiation (Einweihung)

Initiation bezeichnet die Einführung eines Außenstehenden (eines Anwärters) in eine Gemeinschaft oder seinen Aufstieg in einen anderen persönlichen Seinszustand, z. B. vom Kind zum Mann, vom Novizen zum Priester oder vom Laien zum Schamanen. Der Hauptfall der Initiation ist die Pubertäts- und Stammesinitiation der Stammesgesellschaft und die daraus hervorgegangene Initiation der antiken Mysterienkulte. Sie gehört also im Wesentlichen zu einer archaischen Vergangenheit. Die Initiation folgt einem traditionellen Initiationsritus.Die Mythen und Riten der Pubertäts- und Stammesinitiation sind meist streng geheim, sodass nur ausnahmsweise Einzelheiten bekannt geworden sind. Im Wesentlichen macht der Novize überall eine sogenannte Wiedergeburt durch, er stirbt symbolisch, indem er von einem Ungeheuer verschlungen wird und taucht schließlich neu geboren wieder auf. Dabei spielt häufig eine Initiationshütte eine wichtige Rolle.

Ähnlich wie der Eingeweihte des antiken Mysterienkultes so gilt auch der Wiedergeborene der Pubertäts- und Stammesinitiation als unsterblich, als Gott. Der Stamm ist im Unterschied zum Individuum natürlich zeitlos, und durch Integration in den Stamm nimmt der Jüngling offenbar Teil an dessen Zeitlosigkeit. Da sich die Stammesgesellschaft stets als die Nachkommenschaft eines göttlichen Ahns versteht, so läuft die ganze soziale Integration des Novizen offenbar darauf hinaus, dass er als zeitlich und räumlich begrenztes Individuum vergeht und - wie alle anderen Stammesgenossen - als eine Verkörperung des großen Ahns neu ersteht.

In den westlichen modernen und offenen Gesellschaftskulturen dienen diese Prozesse der Einweihung meist bereits volljähriger und damit erwachsener Männer in ihre persönliche Identität und Rolle als Mann und sind für den jeweiligen „Mann” eher auf einen tieferen Lebensinn stiftenden Aspekt als auch auf einen Nachreifungsprozess ausgerichtet.

Im Gegensatz zu den traditionellen Stammeskulturen orientiert sich die moderne Männerinitiation nicht am gängigen Männerbild der jeweiligen Gesellschaft, sondern meist an den archetypischen Männerbildern des Königs, des Kriegers, des Magiers und des Liebhabers, wie sie auch aufgrund psychologischer Studien anhand von zahlreichen Mythen und Märchen erstmalig am C.G. Jung Institute of Chicago und 1990 in dem Buch King, Warrior, Magician, Lover. Rediscovering the Archetypes of the Mature Masculine von Robert Moore und Douglas Gillette vorgestellt wurden. Diese männlichen Archetypen gelten heute als grundlegende, psychologische Tiefenstrukturen des Mannes und somit als Schlüssel zum Verständnis der männlichen Psyche. Sie haben der in den USA und heute auch in Europa stattfindenden Männerbewegung starke Impulse gegeben, weshalb diese auch „mythopoetische” Männerbewegung genannt wird.